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Grand Raid : die Strecke
Verbier-La Tzoumaz-Nendaz
Die Strecke zwischen Verbier (1'500m) und Grimentz (1'570m) beträgt neu eine Distanz von 125km mit einem Höhenunterschied von 5'000 Metern. Der Start in Verbier bei Tagesanbruch bietet alljährlich Spektakel und ist voller Emotionen. Bereits ab den ersten Hektometern im Aufstieg dehnt sich das Hauptfeld aus. Neuheit auf diesem Trasse : der Anstieg auf Les Ruinettes (2'200m) mit einer Traverse nach La Planie in Richtung La Croix-de-Cœur (2'170m) und der Durchquerung eines sympathischen, aber beleuchteten Tunnels. Über einen Waldweg mit Singletracks, wo grösste Wachsamkeit gefragt ist, geht's weiter nach Nendaz (1'350m).
Nendaz-Veysonnaz-Les Collons
Für die Konkurrenten der 93km langen Strecke beginnt das Rennen in Nendaz, dem neuen Start für die Ausgabe 2010. Ab Dorfzentrum gelangen die Fahrer mit einer lockeren Inangriffnahme rasch auf die ursprüngliche Rennstrecke, in Richtung Saclentse, um den Anstieg anzusteuern, welcher mit einigen sehr steilen Passagen nach Veysonnaz führt. Die Addition dieser Höhenunterschiede macht sich schmerzhaft in den Beinen spürbar. Am Schluss des Rennens sind diese stark spürbar. Nach der Durchfahrt von Veysonnaz (1'350m) steht ein weiterer Aufstieg bevor, um Les Collons (1'850m) zu erreichen. Einige Teile auf Singletracks weisen ein ansehbares Gefälle auf. Rennfahrer, welche die vordere Rangliste im Visier haben, müssen sich unbedingt gut platzieren, denn das sind Stellen, welche sich gut für Attacken eignen. Die Abfahrt nach Hérémence (1'240m) ist vergleichsweise angenehm.
Hérémence-Mandelon-Evolène
Die Strecke ab Hérémence bildet mit 68km den 3. Startort. Diese immer sehr animierte Passage ist sehr sympathisch für die Fahrer, welche von Verbier oder Nendaz kommen. Ab Hérémence beginnt die Steigung nach Cerise. Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen und den bis hier kumulierten Kilometern, zeichnet sich hier die Müdigkeit auf den Gesichtern ab. Der Aufstieg nach Mandelon (2'500m) erfolgt im Tempo mit einem interessanten Gefälle. Auf der Alp folgen die Fahrer einem Singletrack mit einigen grossen Steinen, welche nicht einfach zu meistern sind. Eine richtige Knochenbrecherstrecke. Sie befinden sich in einer wunderschönen Landschaft, ein Blick in Richtung Pas-de-Lona oder Dent-Blanche lohnt sich. Die Abfahrt nach Evolène (1'400m) ermöglicht aufzutanken, ohne dabei die Aufmerksamkeit wegzulassen. Anschliessend folgt der Hauptteil des Tages: der Aufstieg zum Pass Pas-de-Lona.
Evolène – Eison - L’A Vieille
In Evolène startet die kürzeste Strecke von 37km. Hier herrscht ein Fest. Dieses typische Walliser Bergdorf bietet den Teilnehmern eine fantastische und feierliche Stimmung. Hier werden die Batterien aufgeladen, um den Aufstieg zum Pas-de-Lona in Angriff zu nehmen. Ab Evolène steigt es in Richtung Eison (1'650m). Von diesem hübschen Weiler führt die Bergstrecke weiter bis zur Alp L'A Vieille (2'380m), welche den authentischen Walliser Duft und Charme inne hat.
L’A Vieille – Pas-de-Lona
Diese unglaubliche Besteigung macht den Ruf des Grand Raids aus! Die Konkurrenten sind auf den gesamten Aufstieg verteilt – ein grossartiges Spektakel für die Augen. Ein anspruchsvoller Teil des Rennens. Es benötigt genügend Saft, um die Passage auf 2'787m.ü.m. zu erklimmen. In emotioneller Hinsicht ist es ein sehr eindrucksvoller Moment. Hunderte von Menschen feuern die Teilnehmer an und empfangen sie oben.
Pas-de-Lona – Basset de Lona
Sobald man oben auf dem Pass Pas-de-Lona angekommen ist, führt die Strecke weiter über einen Singletrack in Richtung Aufstieg zum Basset de Lona, Gipfelpunkt (2'792m) dieses unglaublichen Reiterzugs. Dieser letzte Aufzug verlangt noch eine schöne Energieportion. Nach der Besteigung des Pas-de-Lona muss man ganz tief in sich hineingehen, um die nötige Kraft für diese allerletzte Steigung zu schöpfen.
Basset de Lona – Stauanlage Moiry – Grimentz
Jetzt bleibt « nur » noch die Abfahrt. Easy, könnte man sich da sagen ! Im Gegenteil: Schwierig, anspruchsvoll, technisch. Die über den ganzen Tag angesammelte Müdigkeit wird in diesem Schlussteil zum schlimmsten Feind. Der Stausee Moiry (2'250m) bietet ein einzigartiges Farbenspektakel. Jeder Fahrer sollte sehr vorsichtig bleiben, um einen möglichen Sturz oder andere Missgeschicke zu vermeiden. In den steinigen Passagen ist Konzentration gefragt. Hier hat es sehr technische Teile, welche mit grösster Aufmerksamkeit zu beherrschen sind. Die Erlösung kommt nach der Holzbrücke. Von da an kann man endlich die Zielgerade erblicken. Befreiung, Befriedigung, Emotionen...
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